Die Straßenlaternen waren bereits angesprungen, als ich den Park verließ. Das Licht der untergehenden Sonne hing noch wie ein zerlaufener gelber Farbtupfer zwischen den Häusern fest. Der schmale Gehweg hatte fast dieselbe Farbe, das Laub lag seit Monaten herum und… Weiterlesen →
Es war ein angenehm sonniger Tag, der laue Wind war gerade kräftig genug, die warmen Spuren der Welt nicht vollständig von meiner Haut zu wehen. Die Straßenlaternen flackerten leise auf, als die Sonne sich gerade auf ihren Untergang vorbereitete. In… Weiterlesen →
Das Land unter mir, welches auch immer es sein mag, leuchtet wie die Nervenzellen eines Planeten. Milliarden einzelner Lichtpunkte, verbunden durch unsichtbare Synapsen aus Straßen und Autobahnen, flackern in Mustern, die zu komplex sind, um Zufall zu sein. Von hier… Weiterlesen →
Es gibt Tage die mit Sonnenschein beginnen, sanft und ruhig, mit einem heißen Kaffee im Bett. Die Art von Morgen, die beinahe zu friedlich wirken, als würden sie ein Geheimnis in sich tragen. Das Licht tastet sich vorsichtig an den… Weiterlesen →
Vor einigen Jahren noch dachte ich, Glück sei das Echo von Stimmen. Von Stimmen, die mich liebten, von Stimmen, die Menschen gehörten, die mir näher waren als alles andere. Manch einer Stimme verdanke ich mein Leben, einer anderen Stimme gab… Weiterlesen →
Tränen rollen mir seit Stunden über die Wangen, als gehörten sie inzwischen einfach zu meinem Alltag. Manche verirren sich in das Dickicht meines Barts, verstecken sich dort zwischen Haut und meinem gespielten Lachen. Ich funktioniere, mal wieder. Doch jetzt verlieren… Weiterlesen →
Wenn ich ganz still bin, liegt noch tiefer in mir dieser kleine Rest von Farbe, den ich Hoffnung nenne. Ich habe ihn geteilt, verschenkt, immer zu schnell, immer zu gern, immer an die falschen Menschen. Jedes einzelne Mal, wenn ein… Weiterlesen →
Manchmal stelle ich mir vor, wie mein Wecker in einem winzigen Apartment in Shinjuku klingelt. Kein großes Zimmer – nur ein Bett, ein Schreibtisch, ein Fenster mit dem Ausblick auf andere Fenster. Ein weiches Rechteck aus Licht, das sich jeden… Weiterlesen →
Als der Regen in Taipei begann, war er nicht laut. Er fiel nicht hastig, und seine Tropfen wogen nicht viel. Er legte sich wie eine hauchdünne Schicht durchsichtiger Seide über die Kulisse. Ein feiner, gleichmäßiger Schleier, der die Neonlichter der… Weiterlesen →
Die raue Weite reicht über meinen Blick hinaus. Ich kann das Ende dieser kalten Welt nicht erkennen, in der ich mich unaufhörlich drehe, verzweifelt bemüht, irgendwo einen Tupfen Farbe zu finden. Alles verschwimmt in grau und weiß. Ich verliere mich… Weiterlesen →
Es ist nur ein einfacher Koffer. Rot, nicht robust, nicht sonderlich groß. Keine besonderen Muster, keine einzigartigen Merkmale, nur ein Koffer, wie ihn Millionen von Menschen besitzen. Und doch trage ich darin mein ganzes Leben. Manchmal betrachte ich ihn nachdenklich,… Weiterlesen →
Wenige Monate bevor ich nach Japan zog, um mein Leben neu zu beginnen, hatte ein junges Mädchen dort beschlossen, ihres zu beenden. Sie sprang von einem Hochhaus – mit gerade einmal 17 Jahren. Tage und Wochen vergingen, und obwohl dies… Weiterlesen →
[TRIGGER-WARNUNG]Ein aktuelles und trauriges Ereignis hat diese Geschichte hervorgebracht. Das Thema Selbstmord wird thematisiert, bitte lies nicht weiter, wenn du selbst von solchen Gedanken betroffen bist, Erfahrungen mit dem Thema gemacht hast oder es dich auf eine andere Art und… Weiterlesen →
Nachts, alles um mich herum ist schwarz. Die laute Stille in meinem Kopf zerreißt mich beinahe tonlos. Ich höre mir zu, wie ich leise atme; immer schneller atme. Mein Körper liegt vor den Monumenten meines Lebens, welches ich nicht einmal… Weiterlesen →
Leider habe ich vergessen, Kind zu sein. Jeden Tag, den ich erwachsen war, habe ich es verlernt. Ich bin jetzt groß. Ich lebe ein Leben, das von den Menschen um mich herum akzeptiert wird, vollkommen gesellschaftskonform. Ich meide schlechtes Wetter…. Weiterlesen →
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